Neue Grundstufe 2015

Wir freuen uns sehr! Mit zusätzlich 19 neuen Studenten starten wir ins neue Semester. Wir sind dankbar für gelebte Berufung und die Unterstützung der Gemeinden, die Frauen und Männer zu uns senden um eine fundierte Ausbildung zu erleben.

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Jonathan Göhner (VM Stuttgart-Vaihingen), Jonathan Klose (EH Krefeld), Manuel-Patrik Malisic (CZ Appenweier), Patrick Geis (VM Weikersheim), Thomas Baumann (CC Um), David Koontz (CG Gersprenztal), Aron Matern (Oberhausen),Philippus Sinshaw (BG Berlin). Vordere Reihe (v.l.n.r.): Leonid Fischer (FECG Trossingen), Simon Garrecht (ECC Ulm), Sebastian Buss (ECC Ulm), Amy Voss (CZ Rostock), Anastasiia Kozlova (Charkiw/Ukraine), Yesid Aguazaco Alvarez (GH Kehl), Joel Overbeck (FCG Nienburg), Marc Mick (ECC Göttingen), Tobias Bota (GG Helpfau-Uttendorf/Österreich). Es fehlen: Deborah Weiß (FCG Lörrach) und Thaddäus Schindler (ICF Berlin). Klassenlehrer: Pastor Moor Jovanovski (nicht auf dem Foto).

Aussendungsfeier 2015

Auf Beröa gab es einen ganz besonderen Anlass zum Feiern: Wir durften die neue Grundstufe begrüßen! Gleichzeitig hat die ehemalige Studienstufe nach acht Semestern des Lernens und des Dienens das Studium erfolgreich abgeschlossen. Wir freuen uns nun, diese elf Absolventen loszulassen, damit sie rund um Deutschland Menschen für Gott erreichen und Gemeinde bauen. Tostedt, Wiesbaden, Norden, Reutlingen, Thüringen, Saarland sowie andere Orte sind anvisiert. Einer der Beröaner geht sogar als Missionar der Velbeter Mission in die Türkei! Gemeinsam genossen wir die Predigten, die Gebete, aber auch das Essen. Ann-Katrin Schwarz, die ehemalige Klassensprecherin der Absolventen, hielt eine motivierende Rede, bei der sie deutlich hervorhob, dass das Ergebnis ihrer Reife an Charisma und Charakter der Zeit auf Beröa zu verdanken sei. Niemals würde sie die Zeit missen wollen! Auch die neue Grundstufe ermutigte sie, alle Herausforderungen, die Beröa mit sich bringt, als Segnungen Gottes zu betrachten, um weiter in der Reife zu wachsen. Beröa ist ein besonderer Ort und dafür sind wir dankbar.

Markus Hermann, Studienstufe

Glaubenstag Juli 2015 - Pastor David Schneider

Das Studienjahr neigt sich dem Ende zu und die Studenten und Lehrer, freuen sich auf ihre wohlverdienten Ferien. Den Beginn der Sommerpause, feierten wir mit einem besonderen Glaubenstag mit Pastor David Schneider aus Ulm.

Zwei Fragen rückte er in seiner Verkündigung in den Fokus: „Wer bin ich?“, und „Was suche ich?“ Nun könnte man auf diese Fragen viele Antworten geben. Viele Menschen identifizieren sich beispielsweise mit ihren Gaben, ihrem Äußerem, ihrem Erfolg oder auch ihrer gesellschaftlichen Stellung. Auch viele Christen meinen: „Ich bin es! Auf mich hat die Welt gewartet. Die Erweckung kommt mit mir!“ Dabei sind wir gar nicht Lösung! Allein Jesus ist derjenige, der von sich behaupten darf und kann, dass er es ist! Wir dürfen also unseren Stolz beiseitelegen und unsere Identität in Christus als geliebte Kinder Gottes finden! Denn nur in ihm, ist unsere wahre Identität gegründet.

Auf die Frage, was ich suche, könnte man ebenfalls viele Antworten geben! Suche ich meine eigene Ehre oder die Ehre Gottes? Will ich mich selbst verwirklichen, oder möchte ich, dass Gott groß rauskommt? Zeige ich auf meine Erfolge, oder auf die großen Taten Gottes? Weil wir also Gott gefunden haben und weil wir unsere Identität in ihm haben, sollten wir ihn auch suchen. Wir dürfen darauf bedacht sein, dass wir beim alles finden, was wir brauchen. Wir dürfen davon ausgehen, dass wir beim ihm sein werden, was wir sein sollen.

Markus Hermann, Oberstufe

Glaubenstag Juni 2015 - Pastor Friedhelm Holthuis

Einen besonders erlebnisreichen Glaubenstag verdanken wir Friedhelm Holthuis. Seit 26 Jahren ist er im hauptamtlichen Dienst. Er ist Pastor der „Christus Gemeinde Wuppertal“ und Mitglied im BFP-Vorstand. Packend und voller Leidenschaft verkündete er das Wort Gottes. „Nicht die Besten verändern die Welt, sondern die, die Gott glauben und vertrauen!“, sagte er. Petrus beispielsweise gehörte nicht zu den Menschen, die wir als „die Besten“ bezeichnen würden. Er verleugnete Jesus, schlug einem Soldaten mit dem Schwert das Ohr ab und war der vorlauteste unter allen Jüngern. Doch konnte er im Gegensatz zu allen anderen Jüngern eines vorweisen: Einen waghalsigen Glauben voller Risikobereitschaft! Auf Jesu Wort hin verließ er mitten im Sturm das Boot und lief auf dem Wasser auf Jesus zu. Alle anderen Jünger saßen im Boot, doch er war der einzige, der dieses Risiko auf sich nahm, und tatsächlich, es funktionierte! Obwohl Petrus voller Fehler war, dürfen wir ihn an dieser Stelle zum Vorbild nehmen. Auch wir sollen auf das Wort Jesu hin immer wieder bereit sein, das Boot unserer Sicherheit hinter uns zu lassen und Glaubensschritte auf dem Wasser zu wagen. Friedhelm ermutigte uns, die Träume, die Gott in unser Herz hineinlegte, nicht aufgrund von eigener Sicherheit oder Ausreden liegenzulassen, sondern voller Vertrauen und Risikobereitschaft darauf zuzugehen. Nur auf diese Weise werden wir sehen, wie die Verheißungen Gottes in unserem Leben Wirklichkeit werden! „Es geht also nicht darum, der Beste zu sein, sondern darum, Gott zu vertrauen!“.

Markus Hermann, Oberstufe

Glaubenstag Mai 2015 - Präses Pastor Yilmaw Wakie

Afrikanisch – lebendig - inspirierend! Diese drei Worte beschreiben treffend den letzten Glaubenstag, der von Pastor Yilmaw Wakie gehalten wurde. Pastor Yilmaw ist Präses der Pfingstbewegung in Äthiopien, seit 39 Jahren Christ, verheiratet und Vater von vier Kindern.

Er berichtete von der Entstehung ihrer Pfingstbewegung, der sogenannten „Ethiopian Full Gospel Believers Church“, die vor 50 Jahren durch eine Studenteninitiative begann und heute mehr als 4,5 Mio. getaufte Mitglieder zählt. Insgesamt sind es heute über 2.000 Gemeinden und 7.000 Töchtergemeinden.

Der Weg der äthiopischen Pfingstbewegung war jedoch alles andere als einfach. In der Vergangenheit herrschten starke Verfolgungen, in der viele Christen als Märtyrer starben, Folter erlebten oder inhaftiert wurden. Auch Yilmaw musste aufgrund seines Glaubens im Gefängnis sitzen. Doch gerade während der Verfolgungszeit wuchs die Gemeinde umso schneller. Heute hat sich die politische Lage sehr gebessert und es herrscht Glaubensfreiheit. Dennoch gibt es immer wieder gewalttätige Übergriffe von Muslimen auf die Christen. Nichtsdestotrotz, berichtete Pastor Yilmaw, evangelisieren die Christen ohne den Mut zu verlieren weiter und leben in Vergebungsbereitschaft. Erstaunlicherweise erreichen sie in neuester Zeit sogar immer mehr Muslime! „Gott tut sein Werk inmitten eines gespaltenen Landes“, so Pastor Yilmaw. In Dank und Fürbitte verbunden, dürfen wir gespannt bleiben, welchen Weg die christliche Gemeinde in Äthiopien noch gehen wird! Wir danken Yilmaw für seinen wertvollen Besuch und herausragenden Dienst.

Markus Hermann, Oberstufe

Gottes Möglichkeiten und unsere Grenzen - Seminartag auf BERÖA

Der Arbeitskreis Seelsorge und das Theologische Seminar Beröa veranstalteten am Samstag, den 18. April den Seminartag: „Gottes Möglichkeiten und unsere Grenzen“ mit Prof. Dr. Samuel Pfeifer in den Räumlichkeiten des Theologischen Seminars Beröa. Mit über 180 Teilnehmern war die Kapelle bis auf den letzten Platz besetzt.

Vor dem Hintergrund „Die Schwachen tragen“ berichtete Dr. Samuel Pfeifer aus seiner langjährigen Erfahrung als Facharzt für Psychiatrie Psychotherapie der Klinik Sonnenhalde. Er lud alle Teilnehmer dazu ein, Seelsorge und Psychologie nicht zu trennen, sondern die beiden Bereiche in der Seelsorge als Chance wahrzunehmen und sich auch über Spannungen und Konfliktfelder in der Begleitung von Menschen bewusst zu werden.

Menschen brauchen Jesus - ganz besonders in Krisen. Das wird in der Begegnung und Begleitung mit Leidenden sehr deutlich. Diese Leiden können alle möglichen Formen haben u.a wie Erschöpfung, Trauer oder Depressionen. Zuhören bevor man sich auf Ursachenforschung begibt ist sehr bedeutsam. Seelsorge hat oft im Gegensatz zur Psychotherapie einen klaren Vorteil: Es gibt mehr Zeit für den Einzelnen und man kann sich mehr Zeit nehmen.

Leiden ernst zu nehmen ist ein wesentlicher Bestandteil der Seelsorge. Prof. Dr. Samuel Pfeifer verwies darauf, dass dies immer unter dem Aspekt geschehen sollte was die Bibel zu diesem Thema sagt. Wir finden so viele Stellen in der Bibel, an denen wir erkennen, wie Gott mit Leid umgeht, wie er Leid betrachtet und dass er möchte, dass wir als Gemeinde Christi die ‚Schwachen (1. Thess. 5,14) tragen können.

Aber was geschieht, wenn Seelsorge an ihre Grenzen kommt?! Prof. Dr. Pfeifer warnte davor zu denken, alles müsse in Seelsorge und im Alleingang zwischen Seelsorger und Leidendem geschehen. Depressive Symptome werden z.B. in manchen Kreisen spiritualisiert, obwohl dies gar nicht Grund ist für eine Depression. Auch als Christ sind wir nicht davon befreit in Leid und Schmerz zu geraten, und dies muss keine Sünde zur Ursache haben. In diesen Fällen ist die Psychologie eine wichtige Hilfe, die nicht Ersatz sondern Ergänzung ist. Anhand von Bibelstellen und Modellen stellte Pfeifer therapeutische Zugänge, Umgang mit psychischen Problemen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Seelsorge und Psychologie heraus und nahm alle Teilnehmer anschaulich in die einzelnen Bereiche mit hinein. Gottes Kraft und seine Stärke sollen ermutigen und die Seelsorger selbst dazu befähigen, in ihren Gemeinden Schwache zu tragen und ihnen beizustehen, wo und wie es ihnen möglich ist.

Es war insgesamt ein gelungener Tag, auch organisatorisch verlief alles sehr gut. Viele Teilnehmer drückten ihren Dank darüber aus, dass das Thema Seelsorge und Psychotherapie in dieser Form thematisiert und somit auch zur Orientierungshilfe wurde.

Für Interessierte haben wir den Vortrag mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Samuel Pfeifer in unserem Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

Der nächste Seminartag ist schon in Planung. Er findet am 30. April mit Prof. Dr. Ulrich Giesekus statt.