Gottes Möglichkeiten und unsere Grenzen - Seminartag auf BERÖA

Der Arbeitskreis Seelsorge und das Theologische Seminar Beröa veranstalteten am Samstag, den 18. April den Seminartag: „Gottes Möglichkeiten und unsere Grenzen“ mit Prof. Dr. Samuel Pfeifer in den Räumlichkeiten des Theologischen Seminars Beröa. Mit über 180 Teilnehmern war die Kapelle bis auf den letzten Platz besetzt.

Vor dem Hintergrund „Die Schwachen tragen“ berichtete Dr. Samuel Pfeifer aus seiner langjährigen Erfahrung als Facharzt für Psychiatrie Psychotherapie der Klinik Sonnenhalde. Er lud alle Teilnehmer dazu ein, Seelsorge und Psychologie nicht zu trennen, sondern die beiden Bereiche in der Seelsorge als Chance wahrzunehmen und sich auch über Spannungen und Konfliktfelder in der Begleitung von Menschen bewusst zu werden.

Menschen brauchen Jesus - ganz besonders in Krisen. Das wird in der Begegnung und Begleitung mit Leidenden sehr deutlich. Diese Leiden können alle möglichen Formen haben u.a wie Erschöpfung, Trauer oder Depressionen. Zuhören bevor man sich auf Ursachenforschung begibt ist sehr bedeutsam. Seelsorge hat oft im Gegensatz zur Psychotherapie einen klaren Vorteil: Es gibt mehr Zeit für den Einzelnen und man kann sich mehr Zeit nehmen.

Leiden ernst zu nehmen ist ein wesentlicher Bestandteil der Seelsorge. Prof. Dr. Samuel Pfeifer verwies darauf, dass dies immer unter dem Aspekt geschehen sollte was die Bibel zu diesem Thema sagt. Wir finden so viele Stellen in der Bibel, an denen wir erkennen, wie Gott mit Leid umgeht, wie er Leid betrachtet und dass er möchte, dass wir als Gemeinde Christi die ‚Schwachen (1. Thess. 5,14) tragen können.

Aber was geschieht, wenn Seelsorge an ihre Grenzen kommt?! Prof. Dr. Pfeifer warnte davor zu denken, alles müsse in Seelsorge und im Alleingang zwischen Seelsorger und Leidendem geschehen. Depressive Symptome werden z.B. in manchen Kreisen spiritualisiert, obwohl dies gar nicht Grund ist für eine Depression. Auch als Christ sind wir nicht davon befreit in Leid und Schmerz zu geraten, und dies muss keine Sünde zur Ursache haben. In diesen Fällen ist die Psychologie eine wichtige Hilfe, die nicht Ersatz sondern Ergänzung ist. Anhand von Bibelstellen und Modellen stellte Pfeifer therapeutische Zugänge, Umgang mit psychischen Problemen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Seelsorge und Psychologie heraus und nahm alle Teilnehmer anschaulich in die einzelnen Bereiche mit hinein. Gottes Kraft und seine Stärke sollen ermutigen und die Seelsorger selbst dazu befähigen, in ihren Gemeinden Schwache zu tragen und ihnen beizustehen, wo und wie es ihnen möglich ist.

Es war insgesamt ein gelungener Tag, auch organisatorisch verlief alles sehr gut. Viele Teilnehmer drückten ihren Dank darüber aus, dass das Thema Seelsorge und Psychotherapie in dieser Form thematisiert und somit auch zur Orientierungshilfe wurde.

Für Interessierte haben wir den Vortrag mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Samuel Pfeifer in unserem Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

Der nächste Seminartag ist schon in Planung. Er findet am 30. April mit Prof. Dr. Ulrich Giesekus statt.

Glaubenstag April 2015 - Edith Wenger

Diesmal durften wir Edith Wenger als unsere Sprecherin begrüßen, die aus der Fülle ihrer Lebenserfahrung und ihrer tiefen Gottesbeziehung berichtete. Als Kind und Teenagerinn wollte sie nichts mit Gott zu tun haben, weil sie von ihm enttäuscht war. Doch mit 17 kam der Wendepunkt, an dem sie eine ungeahnte Begegnung mit Jesus hatte. Hinzu kommt, dass der Tag ihrer Bekehrung sogleich der Tag war, an dem sie mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde als auch Gottes Berufung für ihr Leben entdeckte: Es sollte die Arbeit mit Suchtkranken sein! An diesem Tag sprach Gott sehr deutlich zu ihr. Doch zunächst vergaß sie Gottes Ruf. Einige Zeit schlummerte er ganz tief in ihrem Herzen. Mehrere Begebenheiten hat es gebraucht, bis sie ihre Berufung neu für sich entdeckte. Zum Beispiel las sie das Buch "Das Kreuz und die Messerhelden" von David Wilkerson, durch welches in ihr die Sehnsucht erwachte, Suchtkranken wie Drogenjunkies oder Alkoholikern zu helfen. Durch diese und andere Geschehnisse entfachte Gott in ihr eine tiefe Leidenschaft für suchtkranke Menschen. Sie kündigte ihren Job und begann das Studium auf dem Theologischen Seminar Beröa. Nach ihrem Studium fing sie schließlich bei Teen Challange in Berlin an, wo sie die Hauptleiterin wurde. Viele Jahre konnte sie dort einen großartigen Dienst für Gott tun. Zahlreiche Drogenjunkies, Alkoholiker, Schwerverbrecher, ehemalige Häftlinge lernten durch ihren Dienst Jesus kennen und sind heute veränderte Menschen. Nach vielen Jahren Dienst fand sie schließlich auch einen Nachfolger, der ihren Dienst nun erfolgreich fortführt. Edith Wenger, eine Frau voll Mitleid, Erbarmen und der Liebe Gottes! Eine Frau Gottes, die uns ein Vorbild ist und uns ermutigt, ganze Sache mit Gott zu machen.

Markus Hermann, Oberstufe

Warum Theologie studieren?

Das Akademische Aufbauprogramm am TS Bienenberg (CH) bietet attraktive Studienmöglichkeiten auf Masterebene. Es berichten Lehrer und Studenten vom persönlichen Mehrwert im aktuellen Infobrief. Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft und die Möglichkeit der Anerkennung.

Hier geht es zum Infobrief

Glaubenstag Januar 2015 - Ingolf Ellßel

Der erste Glaubenstag in diesem Jahr fand am 20.01.2015 statt. Der Altpräses des BFP, Pastor Ingolf Ellßel, diente der Schulgemeinschaft an diesem Tag. Er erläuterte die Wichtigkeit des durch die Kraft des Geistes geleiteten Dienstes. Er ermutigte die Studenten mit Mut, Furchtlosigkeit und Eifer in das neue Jahr zu gehen, denn „dort wo Geist ist, dort ist auch Leben“. Der Geist Gottes soll uns prägen, seine Spuren in uns hinterlassen, um uns in Situationen hineinzuführen, die unseren Verstand übersteigen und in denen wir allein auf Gott vertrauen müssen, nicht auf unsere eigene Kraft. Er erläuterte, wie wichtig es ist, das Wort Gottes in sich aufzubauen, denn je mehr man Christi Wort in sich aufbaut, desto größer wird Christus in uns. Wir wollen unser Herz mit Jesus Christus füllen und im Vertrauen auf ihn dürfen wir nicht nur prophetisch reden, sondern können auch Heilung sehen. Gott will und kann auch heute noch heilen. Ellßel forderte heraus, sich mehr nach der Gabe der Heilung auszustrecken und segnete am Ende seines Dienstes die Beröa Studenten.