Glaubenstag Juli 2015 - Pastor David Schneider

Das Studienjahr neigt sich dem Ende zu und die Studenten und Lehrer, freuen sich auf ihre wohlverdienten Ferien. Den Beginn der Sommerpause, feierten wir mit einem besonderen Glaubenstag mit Pastor David Schneider aus Ulm.

Zwei Fragen rückte er in seiner Verkündigung in den Fokus: „Wer bin ich?“, und „Was suche ich?“ Nun könnte man auf diese Fragen viele Antworten geben. Viele Menschen identifizieren sich beispielsweise mit ihren Gaben, ihrem Äußerem, ihrem Erfolg oder auch ihrer gesellschaftlichen Stellung. Auch viele Christen meinen: „Ich bin es! Auf mich hat die Welt gewartet. Die Erweckung kommt mit mir!“ Dabei sind wir gar nicht Lösung! Allein Jesus ist derjenige, der von sich behaupten darf und kann, dass er es ist! Wir dürfen also unseren Stolz beiseitelegen und unsere Identität in Christus als geliebte Kinder Gottes finden! Denn nur in ihm, ist unsere wahre Identität gegründet.

Auf die Frage, was ich suche, könnte man ebenfalls viele Antworten geben! Suche ich meine eigene Ehre oder die Ehre Gottes? Will ich mich selbst verwirklichen, oder möchte ich, dass Gott groß rauskommt? Zeige ich auf meine Erfolge, oder auf die großen Taten Gottes? Weil wir also Gott gefunden haben und weil wir unsere Identität in ihm haben, sollten wir ihn auch suchen. Wir dürfen darauf bedacht sein, dass wir beim alles finden, was wir brauchen. Wir dürfen davon ausgehen, dass wir beim ihm sein werden, was wir sein sollen.

Markus Hermann, Oberstufe

Glaubenstag Juni 2015 - Pastor Friedhelm Holthuis

Einen besonders erlebnisreichen Glaubenstag verdanken wir Friedhelm Holthuis. Seit 26 Jahren ist er im hauptamtlichen Dienst. Er ist Pastor der „Christus Gemeinde Wuppertal“ und Mitglied im BFP-Vorstand. Packend und voller Leidenschaft verkündete er das Wort Gottes. „Nicht die Besten verändern die Welt, sondern die, die Gott glauben und vertrauen!“, sagte er. Petrus beispielsweise gehörte nicht zu den Menschen, die wir als „die Besten“ bezeichnen würden. Er verleugnete Jesus, schlug einem Soldaten mit dem Schwert das Ohr ab und war der vorlauteste unter allen Jüngern. Doch konnte er im Gegensatz zu allen anderen Jüngern eines vorweisen: Einen waghalsigen Glauben voller Risikobereitschaft! Auf Jesu Wort hin verließ er mitten im Sturm das Boot und lief auf dem Wasser auf Jesus zu. Alle anderen Jünger saßen im Boot, doch er war der einzige, der dieses Risiko auf sich nahm, und tatsächlich, es funktionierte! Obwohl Petrus voller Fehler war, dürfen wir ihn an dieser Stelle zum Vorbild nehmen. Auch wir sollen auf das Wort Jesu hin immer wieder bereit sein, das Boot unserer Sicherheit hinter uns zu lassen und Glaubensschritte auf dem Wasser zu wagen. Friedhelm ermutigte uns, die Träume, die Gott in unser Herz hineinlegte, nicht aufgrund von eigener Sicherheit oder Ausreden liegenzulassen, sondern voller Vertrauen und Risikobereitschaft darauf zuzugehen. Nur auf diese Weise werden wir sehen, wie die Verheißungen Gottes in unserem Leben Wirklichkeit werden! „Es geht also nicht darum, der Beste zu sein, sondern darum, Gott zu vertrauen!“.

Markus Hermann, Oberstufe

Glaubenstag Mai 2015 - Präses Pastor Yilmaw Wakie

Afrikanisch – lebendig - inspirierend! Diese drei Worte beschreiben treffend den letzten Glaubenstag, der von Pastor Yilmaw Wakie gehalten wurde. Pastor Yilmaw ist Präses der Pfingstbewegung in Äthiopien, seit 39 Jahren Christ, verheiratet und Vater von vier Kindern.

Er berichtete von der Entstehung ihrer Pfingstbewegung, der sogenannten „Ethiopian Full Gospel Believers Church“, die vor 50 Jahren durch eine Studenteninitiative begann und heute mehr als 4,5 Mio. getaufte Mitglieder zählt. Insgesamt sind es heute über 2.000 Gemeinden und 7.000 Töchtergemeinden.

Der Weg der äthiopischen Pfingstbewegung war jedoch alles andere als einfach. In der Vergangenheit herrschten starke Verfolgungen, in der viele Christen als Märtyrer starben, Folter erlebten oder inhaftiert wurden. Auch Yilmaw musste aufgrund seines Glaubens im Gefängnis sitzen. Doch gerade während der Verfolgungszeit wuchs die Gemeinde umso schneller. Heute hat sich die politische Lage sehr gebessert und es herrscht Glaubensfreiheit. Dennoch gibt es immer wieder gewalttätige Übergriffe von Muslimen auf die Christen. Nichtsdestotrotz, berichtete Pastor Yilmaw, evangelisieren die Christen ohne den Mut zu verlieren weiter und leben in Vergebungsbereitschaft. Erstaunlicherweise erreichen sie in neuester Zeit sogar immer mehr Muslime! „Gott tut sein Werk inmitten eines gespaltenen Landes“, so Pastor Yilmaw. In Dank und Fürbitte verbunden, dürfen wir gespannt bleiben, welchen Weg die christliche Gemeinde in Äthiopien noch gehen wird! Wir danken Yilmaw für seinen wertvollen Besuch und herausragenden Dienst.

Markus Hermann, Oberstufe

Gottes Möglichkeiten und unsere Grenzen - Seminartag auf BERÖA

Der Arbeitskreis Seelsorge und das Theologische Seminar Beröa veranstalteten am Samstag, den 18. April den Seminartag: „Gottes Möglichkeiten und unsere Grenzen“ mit Prof. Dr. Samuel Pfeifer in den Räumlichkeiten des Theologischen Seminars Beröa. Mit über 180 Teilnehmern war die Kapelle bis auf den letzten Platz besetzt.

Vor dem Hintergrund „Die Schwachen tragen“ berichtete Dr. Samuel Pfeifer aus seiner langjährigen Erfahrung als Facharzt für Psychiatrie Psychotherapie der Klinik Sonnenhalde. Er lud alle Teilnehmer dazu ein, Seelsorge und Psychologie nicht zu trennen, sondern die beiden Bereiche in der Seelsorge als Chance wahrzunehmen und sich auch über Spannungen und Konfliktfelder in der Begleitung von Menschen bewusst zu werden.

Menschen brauchen Jesus - ganz besonders in Krisen. Das wird in der Begegnung und Begleitung mit Leidenden sehr deutlich. Diese Leiden können alle möglichen Formen haben u.a wie Erschöpfung, Trauer oder Depressionen. Zuhören bevor man sich auf Ursachenforschung begibt ist sehr bedeutsam. Seelsorge hat oft im Gegensatz zur Psychotherapie einen klaren Vorteil: Es gibt mehr Zeit für den Einzelnen und man kann sich mehr Zeit nehmen.

Leiden ernst zu nehmen ist ein wesentlicher Bestandteil der Seelsorge. Prof. Dr. Samuel Pfeifer verwies darauf, dass dies immer unter dem Aspekt geschehen sollte was die Bibel zu diesem Thema sagt. Wir finden so viele Stellen in der Bibel, an denen wir erkennen, wie Gott mit Leid umgeht, wie er Leid betrachtet und dass er möchte, dass wir als Gemeinde Christi die ‚Schwachen (1. Thess. 5,14) tragen können.

Aber was geschieht, wenn Seelsorge an ihre Grenzen kommt?! Prof. Dr. Pfeifer warnte davor zu denken, alles müsse in Seelsorge und im Alleingang zwischen Seelsorger und Leidendem geschehen. Depressive Symptome werden z.B. in manchen Kreisen spiritualisiert, obwohl dies gar nicht Grund ist für eine Depression. Auch als Christ sind wir nicht davon befreit in Leid und Schmerz zu geraten, und dies muss keine Sünde zur Ursache haben. In diesen Fällen ist die Psychologie eine wichtige Hilfe, die nicht Ersatz sondern Ergänzung ist. Anhand von Bibelstellen und Modellen stellte Pfeifer therapeutische Zugänge, Umgang mit psychischen Problemen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Seelsorge und Psychologie heraus und nahm alle Teilnehmer anschaulich in die einzelnen Bereiche mit hinein. Gottes Kraft und seine Stärke sollen ermutigen und die Seelsorger selbst dazu befähigen, in ihren Gemeinden Schwache zu tragen und ihnen beizustehen, wo und wie es ihnen möglich ist.

Es war insgesamt ein gelungener Tag, auch organisatorisch verlief alles sehr gut. Viele Teilnehmer drückten ihren Dank darüber aus, dass das Thema Seelsorge und Psychotherapie in dieser Form thematisiert und somit auch zur Orientierungshilfe wurde.

Für Interessierte haben wir den Vortrag mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Samuel Pfeifer in unserem Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

Der nächste Seminartag ist schon in Planung. Er findet am 30. April mit Prof. Dr. Ulrich Giesekus statt.

Glaubenstag April 2015 - Edith Wenger

Diesmal durften wir Edith Wenger als unsere Sprecherin begrüßen, die aus der Fülle ihrer Lebenserfahrung und ihrer tiefen Gottesbeziehung berichtete. Als Kind und Teenagerinn wollte sie nichts mit Gott zu tun haben, weil sie von ihm enttäuscht war. Doch mit 17 kam der Wendepunkt, an dem sie eine ungeahnte Begegnung mit Jesus hatte. Hinzu kommt, dass der Tag ihrer Bekehrung sogleich der Tag war, an dem sie mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde als auch Gottes Berufung für ihr Leben entdeckte: Es sollte die Arbeit mit Suchtkranken sein! An diesem Tag sprach Gott sehr deutlich zu ihr. Doch zunächst vergaß sie Gottes Ruf. Einige Zeit schlummerte er ganz tief in ihrem Herzen. Mehrere Begebenheiten hat es gebraucht, bis sie ihre Berufung neu für sich entdeckte. Zum Beispiel las sie das Buch "Das Kreuz und die Messerhelden" von David Wilkerson, durch welches in ihr die Sehnsucht erwachte, Suchtkranken wie Drogenjunkies oder Alkoholikern zu helfen. Durch diese und andere Geschehnisse entfachte Gott in ihr eine tiefe Leidenschaft für suchtkranke Menschen. Sie kündigte ihren Job und begann das Studium auf dem Theologischen Seminar Beröa. Nach ihrem Studium fing sie schließlich bei Teen Challange in Berlin an, wo sie die Hauptleiterin wurde. Viele Jahre konnte sie dort einen großartigen Dienst für Gott tun. Zahlreiche Drogenjunkies, Alkoholiker, Schwerverbrecher, ehemalige Häftlinge lernten durch ihren Dienst Jesus kennen und sind heute veränderte Menschen. Nach vielen Jahren Dienst fand sie schließlich auch einen Nachfolger, der ihren Dienst nun erfolgreich fortführt. Edith Wenger, eine Frau voll Mitleid, Erbarmen und der Liebe Gottes! Eine Frau Gottes, die uns ein Vorbild ist und uns ermutigt, ganze Sache mit Gott zu machen.

Markus Hermann, Oberstufe

Warum Theologie studieren?

Das Akademische Aufbauprogramm am TS Bienenberg (CH) bietet attraktive Studienmöglichkeiten auf Masterebene. Es berichten Lehrer und Studenten vom persönlichen Mehrwert im aktuellen Infobrief. Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft und die Möglichkeit der Anerkennung.

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